lieder ohne noten

zurück zurück

ich sitz im zug und seh hinaus
die stadt rennt los
wohin, wohin
die straßen folgen schritt für schritt
wo fahr ich hin
ich muss zurück

und häuser stürzen hinterher
und brücken fliehn
wohin, wohin
der fluss folgt bis er nirgends ist
wo will ich hin
ich muss zurück

und wiesen jagen blind vorbei 
samt zaun und rind
wohin, wohin
und ziehen wald und felder mit
wer weiß wohin
ich muss zurück

die wolken hält schon lang nichts mehr
sie fliegen los
wohin, wohin
soweit mein blick reicht, flieg ich mit
ich komm nicht weit
ich muss zurück

und selbst die schwere sonne schwimmt
in einem zug
wohin, wohin
wohl dahin, wo die nacht noch ist
doch wo bist du
ich muss zurück

der zug rast in ein buntes tuch
das uns zerreisst
der gegenzug
spür´ nur noch, dass ich etwas weiß
ich weiß, wohin
der zug entgleist

und endlich steht die erde still
und ich erwach
und vis á vis
liegst du im leisem atemzug
ich bin zurück
und deck dich zu